Mikrofon unter die Nase? Ganz so einfach ist es dann doch nicht – Das (qualitative) Interview

Ninja Taprogge

Auch mit der Methode Interview haben wir die SchülerInnen in unseren Projektschulen vertraut gemacht. Sie haben dann Freunde, Verwandte oder auch Passanten auf der Straße zu Themen befragt, die wir bearbeitet haben. Wie das konkret aussehen kann, stellen wir hier dar.

Stellt euch vor, ihr seid JournalistInnen und kommt an eure Schule, um Interviews zu führen.
Wie geht ihr vor? Welche Fragen stellt ihr euren MitschülerInnen? Welche Orte, Personen und Aktionen zum Thema ,Schulraum‘ findet ihr spannend?

Worauf es ankommt, ist, sich selbst Fragen zu überlegen und diese sich vorher selbst zu stellen. Deshalb bitten wir euch, Stifte und Papier in die Hand zu nehmen und Fragen zu sammeln:
Was magst du an deiner Schule und was nicht? In welchen Räumen hältst du dich gerne auf? Hast du einen Lieblingsort?
Euren Phantasien sind keine Grenzen gesetzt. Und der Fragenkatalog kann euch während des Interviews zur Orientierung dienen. Ihr könnt aber auch davon abweichen – je nach Interviewverlauf.

Das Aufnahmegerät ist an. Wie geht‘s dann weiter? Zum Beispiel so: „Hallo, mein Name ist Ninja und ich möchte heute Marco zum Thema ,Schulraum‘ interviewen. In welche Klasse gehst du, Marco?“

Dabei ist es wichtig, das Mikrofon immer zu dem- oder derjenigen zu halten, der/die spricht. Auch die Anrede, „du“ für Freunde und „Sie“ bei fremden Erwachsenen ist sinnvoll – wenn ihr gute Antworten bekommen wollt. Denn das Interview soll ein Miteinander werden, bei dem ihr sowohl von euch selbst etwas preisgebt als auch den ‚Anderen‘ zu Wort kommen lasst. Es sind also Situationen, in denen wir respektvoll miteinander umgehen und die Gefühle der ‚Anderen‘ beachten. Deshalb ist es wichtig, aktiv zuzuhören und nachzufragen, wenn etwas unklar geblieben ist oder wenn ihr noch mehr über ein Thema erfahren wollt.

Und wenn dann alle Fragen gestellt sind und euer Gespräch endet: das „Dankeschön!“ nicht vergessen!