Knipsen kann jeder, beobachten und fotografieren aber nicht – Wie die Photo-Voice-Methode funktioniert.

Sanda Hubana

‚Photo‘ heißt natürlich Bild. Und ‚Voice‘ bezieht sich auf die Stimme: Wie nehmen wir etwas wahr und was denken wir darüber? Das ist von Person zu Person unterschiedlich. Diesen Fragen wollen wir uns mit der Methode Photo-Voice nähern. Wir möchten Euch daher bitten, mit den Kameras Fotos zu machen. Unser gemeinsam erarbeitetes Thema lautet ‚Vergemeinschaftungsformen‘ (z.B. Freundschaft und Feindschaft). Dabei sollt Ihr Schulräume, Aktivitäten, Dinge und Personen fotografieren, die Euch besonders interessieren und die zu unserem Gruppenthema passen. Ihr könnt dazu beispielsweise den Schulhof, die Cafeteria, Flure oder Lehrerzimmer fotografieren. Achtet darauf, wo sich Gruppen aufhalten, was sie miteinander in den Pausen machen, wie sich die Jugendlichen begrüßen und wie das Verhältnis zwischen ihnen und den Lehrern ist. Versucht, solche Situationen zu beobachten und haltet diese mit der Kamera fest. Ihr könnt auch Gegenstände wie mp3-Player, Handys, Schmuck oder auch Kleidung fotografieren, die möglicherweise Zeichen unseres Themas sind. Was ihr als Motiv auswählt, ist euch überlassen. Da Fotos nicht unbedingt immer für sich sprechen, ist es wichtig, dass wir im Anschluss gemeinsam über sie reden und untereinander Interviews führen.