Dabeisein, mitmachen und zuschauen – Die Teilnehmende Beobachtung

Carola von der Dick

Was passiert, wenn du morgens deine Freunde triffst? Umarmt ihr Euch? Gibt es Bussi rechts, Bussi links? Oder drei? Wer gibt sich die Hand?
Du bist dabei. Du machst mit. Du guckst was passiert. Und danach schreibst du es auf.
Fragen dazu sind zum Beispiel: Wer hat wem „Hallo“ gesagt? Bei wem ist die Begrüßung immer gleich? Weißt Du warum? Wie verhalten sich Deine Freunde? Wie fühlst Du dich dabei?
Übrigens: Das liest keiner! Was du jetzt notierst, ist erst einmal nur für Dich: Dein Forschungstagebuch.

Das ist „Teilnehmende Beobachtung“ einer ganz kleinen alltäglichen Situation. Natürlich geht so etwas auch länger: einen ganzen Vormittag lang, mehrere Tage oder Wochen. So arbeiten EthnologInnen, wenn sie forschen. Sie begleiten Menschen durch ihren Alltag, um möglichst genau zu verstehen, was einzelne Personen oder Gruppen wann, wie und warum tun: wie sie eben „leben“.

So haben auch wir geforscht in den Projektwochen, die wir gemeinsam mit den SchülerInnnen verbracht haben: Geguckt, gefragt, geschrieben und das so viel wie möglich!