Arm in Arm mit dir – Wie macht man einen Wahrnehmungsspaziergang?

Antonia Nooke

Jeden Tag derselbe Weg zur Schule. Nichts Neues, immer der gleiche Anblick. Bist du dir sicher? Was genau steht denn auf dem Werbeschild des Zeitungskiosks? Und warum wechselst du immer genau an dieser Einfahrt die Straßenseite? Na?
Viele Dinge auf unseren Wegen nehmen wir unbewusst oder manchmal gar nicht wahr. Um dem Versteckten auf die Spur zu kommen, gibt es eine einfache Methode: den Wahrnehmungsspaziergang. Das ist erstmal sehr simpel: Losgehen und schauen. Nur dieses Mal machen wir es etwas anders:
Bitte eine Person, dich auf Schritt und Tritt verfolgen. Dabei erklärst du alles, was du auf eurem Weg wahrnimmst. Das heißt, beschreibe nicht nur, was du siehst. Sondern erzähle auch, was du riechst und hörst. Das kann dein Lieblingsdöner an der Ecke oder der Hundehaufen auf der Straße sein. Kein Detail ist unwichtig!
Wenn du deine Runde beendet hast, tausch dich mit deiner Begleitung aus: Habt ihr dieselben Dinge wahrgenommen? Oder sind euch andere Details aufgefallen? Und wenn ja: Woran könnte das liegen?