Räumliche und methodische Zeichen der Freundschaft(zu den passenden Mental Maps)

Christina Heuschen und Sanda Hubana

Wie nutzen Jugendliche Raum: ihr Zimmer, den Schulhof, den Kiez? Und wie lässt sich dies herausfinden?
Zunächst baten wir zwei Schüler eine Mental Map von ihrem Schulweg anzufertigen. Es sollten die wichtigsten Orte eingezeichnet werden, die auf ihrem Schulweg liegen. Im Anschluss besprachen wir in der Gruppe die Karten und werteten diese aus. In einem zweiten Schritt dokumentierten die Jugendlichen ihren Schulweg fotografisch.
Dabei ist uns aufgefallen, dass sich die Ergebnisse aus den Mental Maps und der fotografischen Gestaltung voneinander unterscheiden. Die beiden Karten geben keine Auskunft darüber, dass sich die beiden Schüler an der U-Bahn-Station Berliner Straße treffen. Da die beiden Jugendlichen das gleiche Bild geschossen hatten, zeigte sich, dass sie auch privat miteinander befreundet sind, sich mit einer weiteren Person treffen und jeden Morgen gemeinsam denselben Schulweg nutzen. Das Ritual des morgendlichen Treffens ist ein Symbol für ihre Freundschaft. Bei der Besprechung der Fotos erzählten uns die beiden Jungen daher dann also auch ihre Freundschaftsgeschichte.

Schulweg CanSchulweg Maikel

















Mental Map 01 (öffnet in neuem Fenster)

Mental Map 02 (öffnet in neuem Fenster)