„Vergemeinschaftung“

Christina Heuschen und Sanda Hubana

Cliquen, Looser, Klassen, Opfer, Freunde, Gangs, Außenseiter – das alles sind Gruppen. Aber wie funktionieren Gemeinschaften  überhaupt? Diese Frage stellten und erforschten wir gemeinsam mit Schülern. Gruppen bestehen aus mehreren Mitgliedern, die mindestens eine Gemeinsamkeit teilen und sich dadurch von anderen abgrenzen. Je mehr Gemeinsamkeiten vorhanden sind, desto stärker ist der Zusammenhalt. Dies können beispielsweise Kleidungsstile, Musikgeschmack, Sprache oder einfach Essensvorlieben sein. Gemeinschaft kann aber auch darauf basieren, dass bestimmte Personen in einem Raum wie Schule Erfahrungen sammeln und mit diesen umgehen müssen. Die Interaktionen sind dabei vielfältig. So treffen sich Schüler im Gesundbrunnen-Center, um dort zu chillen, Musik zu hören, zu essen oder einfach zu quatschen. Der Umgang miteinander kann jedoch auch spontan gestaltet sein. Es verbündeten sich Schüler, um einen vorbeikommenden Lehrer mit Schneebällen zu bewerfen, die sich vorher noch gegenseitig attackiert hatten.

Gruppe bedeutet aber natürlich oft auch Ausgrenzung. Das bedeutet dann „Wir“ gegen „Die“, so berichteten einige Schüler über Mobbing. Davon betroffen sind beispielsweise Jugendliche mit/ohne Migrationshintergrund, die „nerven“, die als Streber bezeichnet werden oder die sich nicht dem modischen Mainstream anpassen. Eine solche soziale Position kann Auswirkungen auf den Raum haben, da die (Nicht)Zugehörigkeit zu einer Gruppe darüber entscheidet, wie viel Raum man in der Schule einnehmen darf.

Eine kleine Auswahl an Fotos und Zitaten von Schülern soll die Vielfältigkeit des Themas „Vergemeinschaftung“ verdeutlichen.

Gedankenbilder

Ein weiteres künstlerisches Produkt sind die Gedankenbilder, die künstlerische Fotografie und assoziativ gesammelte Zitate verbinden. Auch Träume können mit dieser Methode dargestellt werden.

Bewege die Maus über die Bilder.